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wandobjekt 04/98-02 >>

wandobjekt 11/97-00 >>
bodenskulptur
04/94-02 >>

hängeskulptur 1/B/93-94 >>
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hochbunker
der ehemaligen ns-munitionsfabrik hessisch-lichtenau/hirschhagen
er diente dem bildhauer 16 jahre als arbeitsstätte
und atelier. vor 1945 ist die hirschhagener sprengstofffabrik
von der dynamit aktiengesellschaft (der späteren
dynamit nobel ag) betrieben worden, welche von friedrich
flick - dem grossvater des kunstsammlers friedrich
christian flick - mit 80 prozent des aktienkapitals
kontrolliert wurde. sie fungierte als aussenkommando
des konzentrationslagers buchenwald. hier waren
kz-häftlinge, kriegsgefangene und zwangsarbeiter
der "vernichtung durch arbeit" bedingungslos
ausgeliefert.
der künstler hat sich mit dem deutschen faschismus
und der topographie dieses ortes intensiv auseinandergesetzt.
von ihm wurden in dem bis dato original erhaltenen
bunker nicht nur gedenkstättenprojekte entwickelt,
deren ausführung von deutschen juroren und
behörden allesamt torpediert wurden, sondern
auch skulpturale arbeiten, die nun auf alles andere
als das interesse des kunstsinnigen enkels von friedrich
flick abzielen.
nebenstehend eine kleine auswahl
dort entstandener
arbeiten, welche die symbolik des ns-regimes in einen
dialektischen zusammenhang mit der nicht-orientierbarkeit
möbiusscher flächensysteme stellen und
zudem kritische denkprozesse evozieren.
mit ihrer realisierung an jenem ort der barbarei,
an dem todbringendes material gewinnbringend für
die betreibergesellschaft hergestellt wurde, wurde
dieser zu einem weitaus weniger einträglichen
der kulturarbeit umfunktioniert.
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| © karl siegel, berlin 2010 | vg bild-kunst |
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