karl siegel karl siegel - künstler

 

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alle hier präsentierten arbeiten sind nach geregelten verfahren entwickelt. sie sind im wesentlichen das produkt transformativer prozesse. zweidimensional angelegte basiselemente sind zu einseitigen, nicht-orientierbaren dreidimensionalen flächen transformiert. zu flächen, die zwar nicht im formkonstituierenden, sehr wohl aber im topologischen zusammenhang mit der patenten erfindung des mathematikers august ferdinand möbius (1790-1868) stehen: dem möbiussband.
    
das heisst, formalästhetisch betrachtet: die planen grundformen der arbeiten sind aus industriellem halbzeug - aus stahlbändern oder stahlblechen - herausgearbeitet und durch abkantung und torsive einwirkung plastisch verformt, in den raum entwickelt und schliesslich topologisch äquivalent zusammengefügt. zusammengefügt dergestalt, dass sie die phänomenale eigenschaft des möbiusschen bandes implizieren, nach welcher die aussenkanten der arbeiten eine einzige unendliche umrisslinie markieren, die mit sich selbst parallel ist.
    
die skulpturen resultieren also nicht aus beliebigen arrangements, sondern aus ursächlich erkennbaren handlungen, welche phänomenale beziehungen, verhältnisse im raum und des raumes in einen ästhetischen spannungszustand bringen.

 

 
© karl siegel, berlin 2013